SCHLUSS DER ERZÄHLUNG

Hast Du einen Schluss zur Geschichte von Julia und Valens geschrieben?

Sende diesen doch an Martin Müller (mmueller@fgz.ch). Er wird sich bei Dir melden, um über eine Veröffentlichung auf dieser Website mit Dir zu diskutieren.

Wir sind gespannt auf Eure Vorschläge.

VORSCHLAEGE ZUM ENDE DER GESCHICHTE IN AUREA BULLA 2018

KLASSE U2, KUNST- UND SPORTGYMNASIUM ZÜRICH

LEHRERINNEN MARGARETHA DEBRUNNER und BETTINA URECH

von Miriam Wolfrum


Valens macht die Handelsreise, die ihm sein Stiefvater vorgeschlagen hat. Der Brief von Julia kommt zu spät an, so dass ihn Valens nicht mehr zu Gesicht bekommt. Felix Mucapora liest den Brief und schickt ihn seinem Adoptivsohn hinterher. Der Brief kommt aber nie an. Valens beschliesst, Julia in Rom zu besuchen und ihr zu ihrer Hochzeit zu gratulieren.
Währenddessen hat Julia Terentius ihre Theorie erzählt. Er glaubt ihr und schickt sofort Leute los, um seinen Sohn zu finden. Bald wir aber klar, dass Valens auf seiner Handelsreise ist, und es schwierig wird herauszufinden, wo er sich gerade aufhält. Die Mutter von Julia ist wütend und meint, Julia hätte das ganze nur erfunden, um die Hochzeit herauszuzögern.
Auf dem Weg nach Rom wird Valens von Räubern gefangen genommen, und zwar von den gleichen, die Julia angegriffen haben. Er soll der Ersatz für den gefangenen und getöteten Kumpan sein. Valens weigert sich, aber als sie ihm mit dem Tod drohen, willigt er ein. Er beschliesst aber, sobald es geht, abzuhauen und nach Rom zu gelangen. Sein erster Fluchtversuch missglückt, aber beim zweiten hat er Erfolg. Mit seinem Esel flüchtet er nach Rom, um Julia zu finden. Aber einer der Bürger erkennt ihn als Räuber. Er wird gefangen genommen und soll den Löwen zum Frass vorgeworfen werden.
Julia und Terentius erfahren davon. Sie probieren, ihn zu befreien. Aber er ist für die Bürger Roms ein Verbrecher und soll keine Bedrohung mehr sein. Als der schlimme Tag eintrifft, kann Julia nicht anders und springt in die Arena. Valens schafft es, die Bürger zu überzeugen, dass er nichts getan hat. Terentius kauft ihn frei. Ein paar Wochen später heiratet Julia Valens anstatt ihren Onkel. Die Mutter verzeiht ihr und alle sind glücklich bis an ihr Lebensende.




von Tayane Schurter


Julia:
‚Sobald ich die Bulla in meinen Hände hatte, die jetzt offensichtlich Valens gehörte, wusste ich genau, was ich zu tun hatte. Ich musste nach Augusta Raurica zurück bevor wer weiss was passieren konnte…
Obwohl meine Eltern das nie erlaubt hätten, trat ich die Reise an. Ich musste es tun, ich wollte es tun, egal welche Gefahren die Reise mit sich bringen würde. Ich musste es mindestens für Valens tun.
Es war bereits Nacht, als ich aufbrach; alle anderen waren wie gehofft schon am Schlafen. Es war ganz einfach, mich aus dem Haus zu schleichen. Die Tür rechts führte aus dem Wohnraum und eine Treppe hinunter zur Eingangstüre. Ich war schnell draussen; aber es kam mir so unendlich lange vor, als würde sich jede einzelne Sekunde in die Länge ziehen, damit ich noch länger darüber zweifeln konnte, ob es ein Fehler war , ob es egoistisch wäre , undurchdacht. Vor allem meinen Eltern gegenüber … Aber wie gesagt, ich musste es tun. Draussen stieg ich in den Wagen von Terentius, seine Sklaven hatten vergessen, die Pferde in die Scheune zu führen. Ein Glück für mich, aber war ich deswegen nicht nur egoistisch, sondern auch ein Dieb? In meinem Kopf wimmelte es nur von Sorgen und Ängsten, das würde noch eine lange Nacht werden…
Später: ich klopfte an der Tür, nicht irgendeiner Tür. Nein! Es war die Türe von Valens. Er öffnete die Tür. Das erste, was ich sah, war sein schönes Lächeln. Und bevor ich meine Freude in Worten fassen konnte, fielen wir uns in die Arme. Und da wusste ich, dass ich ihn heiraten würde, dass ich den Rest meines Lebens mit der Person verbringen konnte , die ich über alles liebte …




von Valentina Brodbeck


„Valens, du hast einen Brief erhalten.“, rief Mucapora.
„Von wem? Ich erhalte doch sonst keine Briefe!“, antwortete Valens.
„Julia!“, antwortete sein Vater.
Valens rannte zum Eingang und las den Brief durch. Er nahm sein Bruchstück der Bulla hervor, und sah, dass die beiden Teile zusammenpassten. Schnell schickte er einen Brief zurück und machte sich auf den Weg nach Rom.
Nach einer langen Reise traf er endlich auf Julia, und sie fügten die Teile zusammen. Sie gingen zu den Verwandten von Julia und Terentius und erklärten ihnen die neue Situation. Terentius erzählte ihnen, weshalb er Valens zur Adoption freigegeben hatte, und er war damit einverstanden, dass Julia und Valens heiraten werden.
Einige Monate später heirateten Julia und Valens und sie führten ein glückliches Leben in Rom.




von Klemenz Strebel


Julia war überglücklich, dass Valens endlich seine Herkunft herausfinden konnte. Denn der Bote war zurückgekommen und hatte die Bestätigung von Valens gebracht, dass das Stück von den Trajansmärkten genau mit dem Bruchstück seiner Bulla zusammenpasst. Julia konnte sich nicht entscheiden, was sie machen sollte. Sie hatte verschiedene Möglichkeiten. Sie hatte ihren alten Jugendfreund Valens nicht vergessen, aber auch Terentius war ihr ans Herz gewachsen. Sie hatte alles schon tausendmal durchgedacht und auch mit der Mutter besprochen, doch eine Entscheidung fiel ihr schwer.
Die Stimme der Mutter rief sie aus ihren Gedanken. Sie mussten aufbrechen, denn sie waren zum Essen bei Terentius eingeladen worden. An diesem Abend bot ihr Terentius die Heirat an und sie nahm an. Sie lebten glücklich für immer.




von Emma Furrer


Valens zieht trotz den Warnungen und Vorschlägen des Felix Mucapora in den Krieg. Als Julia dies bemerkt, folgt sie ihm ohne weiteres. Die Sanucii sind am Boden zerstört wegen ihrer arme Tochter. Doch Julia bleibt bei ihrem Vorhaben. Nach etwa sechs langen und schwierigen Wochen findet sie ihren Valens. Beide heiraten im vornehmen Haus des Onkels Terentius, der zugleich Valens gesteht, dass er Valens‘ Vater ist. Nach der wunderschönen, vornehmen Hochzeit der beiden Turteltäubchen leben sie glücklich bis ans Lebensende in einem schönen, grossen Landhaus mit einer eigenen Familie.




von Mia Gloor und Noemi Stroh


Valens freut sich riesig, von Julia zu hören. Es ist spät am Abend, als Valens neugierig den Brief von Julia öffnet. Einen Moment bleibt ihm die Luft weg. Er hält die zweite Hälfte der Aurea Bulla in seinen zittrigen Händen. Schnell holt Valens seine Hälfte der Aurea Bulla hervor und testet, ob die zwei Teile zusammenpassen. Tatsächlich lassen sich die beiden wertvollen Stücke zusammenführen. Sofort sieht er seine Zukunft klar vor seinen Augen: Er und Julia werden nun bald ein Paar sein. Sie werden eine prächtige Hochzeit feiern und für den Rest ihres Lebens glücklich sein. Valens fand heraus, dass er der Sohn von Terentius ist. Kurz darauf kommt Julia von Rom zurück, um Valens zu heiraten. Er darf ebenfalls seinen Vater kennenlernen und findet einen guten Beruf.




von Sarina Buffet


Valens hat beschlossen, auf eine Handelsreise nach Rom zu gehen. Er möchte Julia noch ein allerletztes Mal sehen. Er ist traurig, während der ganzen Reise trauert er, dass er sie gehen lassen muss. Doch insgeheim hat er sich schon lange von seinem möglichen Adelsstand und einer Zukunft mit Julia verabschiedet. Er hofft nur, dass er sie noch ein letztes Mal sehen wird, und nicht schon auf dem Weg nach Rom ausgeraubt und oder getötet wird. Er fragt sich, wie ihre Reise verlaufen ist, ob sie noch an ihn denkt, oder ob sie ihn längst vergessen hat. Während der ganzen sechswöchigen Reise quält er sich mit diesen Fragen ab. Sein Vater der ihn begleitet, versucht, ihn abzulenken, wobei ihm das nicht besonders gut gelingt. Endlich angekommen sind sie völlig erschöpft und beschliessen, erst Morgen zum Markt zu fahren. Valens weiss zum Glück, wo Julias Tante wohnt. Seinem Vater, der von dem geplanten Besuch nichts weiss, kann er seinen Plan nicht erzählen. Er kann es sich nicht vorstellen, dass ihm sein Vater das erlauben könnte. Am nächsten Tag schleicht er sich vom Markt weg, und klopft an Julias Haus. Julia öffnet ihm, sieht ihn etwas überrascht an, fällt ihm dann aber freudig um den Hals. Überglücklich umarmen sie sich weiter, bis Julias Tante kommt und eine Erklärung fordert. Onkel Terentius kommt hinzu und starrt Valens perplex an. Da platzt es aus ihm heraus: “Ich habe dich so sehr vermisst, mein Sohn! Du hast doch noch die halbe Bulla? Es tut mir so leid, dass ich dich nach dem Tod deiner Mutter weggeben musste. Aber was machst du hier?“
Sie klären alles auf, allerdings ist Valens’ Adoptivvater doch ziemlich traurig, einen Teil seines Sohnes verloren zu haben. Doch für Valens ist und bleibt er der einzige richtige Vater. Drei Monate später ist die Hochzeit der beiden auf dem Anwesen der Sanucii. Überglücklich über die Wendung beschliessen sie, in Augusta Raurica zu bleiben, und ab und zu nach Rom zu reisen, um Terentius zu besuchen.




von Raphael Tarabini Castelani und Marlen Abegg


Als Valens den Brief von Julia erhielt, freute er sich sehr darüber. Er reiste sofort nach Rom, um sich mit ihr zu besprechen, was sie machen wollten. Julia sagte ihm, dass sie die Gegend von Augusta Raurica geliebt hatte und sie Rom zwar schön, aber zu modern fand. Sie beschlossen daher, zusammen nach Augusta Raurica zu ziehen und dort zu heiraten.
Terentius gab Valens viel Geld, damit er sich in August Raurica ein schönes Haus kaufen und sich gut um Julia kümmern konnte. Valens nahm das Geld gerne an, bat aber darum, einen Teil an seine Adoptiveltern schicken zu dürfen.
Julia und Valens heirateten in Augusta Raurica und lebten dort glücklich. Valens wurde später duumvir von Augusta Raurica und verschuf der Stadt einen guten Ruf.




von Ben Quinn und Livio Truog


Valens begibt sich auf eine Reise nach Rom, um dort seine geliebte Julia zu treffen. In der Zwischenzeit verlassen die Sanucii die Stadt Rom, weil es in Augusta Raurica einen Überfall gegeben hat. Valens weiss nichts davon und reist weiter Richtung Süden. Auf dem Grossen Sankt Bernhard Pass macht Valens eine Pause. Während er in einem Wirtshaus sitzt und sich eine Pause gönnt, ziehen die Sanucii vorbei. Valens bemerkt dies nicht und reist weiter. Als er in Rom bei Terentius ankommt, begeht er aus Wut über das Geschehen Selbstmord.





VORSCHLAEGE ZUM ENDE DER GESCHICHTE IN AUREA BULLA 2020

KLASSE U2, KUNST- UND SPORTGYMNASIUM ZÜRICH

LEHRERIN MARGARETHA DEBRUNNER

Zehn Jahre später

 

Julia weinte laut, als Valens und Quintus vorsichtig den in einem Tuch gewickelten Körper in den Sarg stellten und nach Tradition mit Parfüms besprühten. Zwei Kinder standen bei ihr und gaben moralische Unterstützung. Die Kinder hatten ihren Grossvater nicht für lange gekannt, aber sie wussten, viele Leute starben, noch bevor sie Grosseltern geworden waren. Na, wenigstens etwas Positives, dachten sie. Tausende Ereignisse flogen durch Valens’ Kopf, die in den letzten zehn Jahren erfolgt waren, als er sich von der Leiche entfernte.  

Er hatte den Brief von Julia, kurz bevor er für seine Handelsreise nach Spanien aufgebrochen war, erhalten und hatte sich stattdessen auf den Weg nach Rom gemacht. Die Reise war anstrengend gewesen, vor allem, weil er kein Pferd besessen hatte. Zum Glück war er in einem kleinen Dorf von einem barmherzigen Mann als Gast eingeladen worden, hatte ihm seine Situation erklärt und das Dorf am nächsten Tag mit einem starken, jungen Pferd verlassen. So kam er nach zwei Monaten in Rom an. Das Problem war dann gewesen, die Residenz von Terentius zu finden. Er fragte Leute überall, wanderte ahnungslos in der gigantischen Stadt herum, schlief auf den gefährlichen Strassen von Rom, bis er nach einem Monat zufällig an den Trajansmärkten Julia begegnete. Sie war unglaublich froh gewesen, ihn zu sehen. Leider hätte sie eine Woche später Terentius heiraten müssen. Doch Valens hatte dann seinen Vater kennengelernt und er schaffte es, die Hochzeit abzusagen und Julias Familie zu überzeugen, eine Heirat zwischen ihr und Valens zu organisieren. Später fing er an zu studieren und wollte wie sein Vater Anwalt werden. Natürlich hatte er seine Adoptiveltern nicht vergessen. Nach einem halben Jahr hatte er ihnen einen Brief geschickt, in dem er sie einlud, nach Rom zu kommen. Dabei hatte Terentius versprochen, für sie einen Laden zu besorgen, damit sie ihren Beruf nicht aufgeben mussten. Sie akzeptierten und eröffneten somit ihre eigene Bäckerei in Rom. 

Julia legte eine Münze in den Sarg. Diese Münze wird Terentius Charon geben, damit er ihn über den Styx hinaus in die Unterwelt bringen könnte. 

„Möge Merkur ihm den Weg zeigen.“ Und so umarmte sich die Familie. Das Ehepaar Julia und Valens, und ihre zwei Kinder Daphnis und Chloe. 

 

Alexander Sahatci 

 

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„Ich glaube ich kenne ihren Sohn. Ich kenne ihn nicht nur, er ist mein engster Freund.“, sagt Julia.

„Was du kennst meinen Sohn! Wie heißt er? Wie geht es ihm? Kann ich in treffen?“, ruft Terentius erstaunt.

„Sein Name ist Valens und er ist ein Sohn des Bäckers von Augusta Raurica. Dieser Ring, den ich am Finger trage, ist von ihm.“

Julia zeigt Terentius ihren Ring.

„Liebt ihr einander?“

„Ja, ich glaube schon, wir wollten schon immer zusammen sein, aber leider können wir wegen unserer unterschiedlichen Herkunft nicht zusammen sein.“, sagt sie betrübt.

„Wo ist er? Ich will meinen Sohn kennenlernen!“

„Ich habe ihm vor ein paar Tagen einen Brief geschrieben. Aber es wird eine Weile dauern, bis eine Antwort eintreffen kann; vielleicht ist er verheiratet oder im Militär oder er verkauft seine Ware irgendwo im  römischen Reich.“, antwortet ihm Julia.

„Ich werde einen Boten nach Augusta Raurica senden, um ihn zu finden und nach Rom zu bringen, vielleicht besteht die Chance, dass ich ihn sehen kann und ihr zusammen sein könnt. Ulpianus könnte uns dabei helfen, es legal zu machen und ihn höher zu stufen. Ihr könntet dann sogar heiraten.“

So glücklich war Julia schon lange nicht mehr. Es bestand eine kleine Chance, dass sie zusammen sein könnten. Voller Hoffnung ging Julia schlafen und zum ersten Mal konnte sie richtig glücklich schlafen. Das einzige, was sie jetzt noch tun musste, war abwarten.

 

6 Monate später kam der Brief.

 

Liebe Julia und Terentius

 

Ich, euer Bote, habe Valens auf dem Weg nach Augusta Raurica gefunden; er war gerade aufgebrochen, um die Welt mit seinen Waren zu bereisen. Als ich ihm alles erzählt habe, wollte er euch unbedingt sehen. Jetzt sind wir auf dem Weg nach Rom zu euch. Valens redet mir immer die Ohren voll über Julia. Wenn das Gericht zustimmt, könnten sie sogar dieses Jahr noch heiraten, wenn sie es wollen. Das ist aber Julias Entscheidung.

Viel Glück!  Wir werden in ca. zehn Tagen in Rom eintreffen.

Liebe Grüße,

 euer Bote und Valens.

 

Adia Nhobs und Caterina Dütschler 

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Julia erzählt Terentius die ganze Geschichte bis ins Detail. Sie erzählt ihm, wer Valens ist, woher sie sich kennen, was es mit der Bulla auf sich haben könnte und wie sie voneinander getrennt wurden. Sie liess kein Ereignis aus.  

Nachdem sich Terentius alles genau angehört und durch den Kopf hatte gehen lassen, beschloss er, einen Boten mit einer Nachricht für Valens nach Augusta Raurica zu schicken. In dem Brief stand, wie Terentius damals sein Kind weggegeben hatte und sich um sein Wohlbefinden gesorgt hatte, wie er zu seiner Position in Rom kam und alle wichtigen Ereignisse seines Lebens. Auch dass er Julia kennengelernt habe und was sie in dem Ganzen für eine Rolle spielte, liess er nicht aus.  

Als der Bote in Augusta Raurica angekommen war, erfuhr er, dass Valens vor kurzem zusammen mit dem älteren Bruder von Julia ins Militär gegangen war. Der Bote liess die Nachricht Mucapora zukommen und kehrte wieder nach Rom zurück. 

Mucapora machte den Brief, welchen er vom Boten bekommen hatte, auf. Er konnte seinen Augen nicht trauen. Wie konnte es sein, dass dieses Kind, welches er einst von einem älteren Mann bekommen hatte, genau der Sohn von diesem mächtigen Terentius ist? Mucapora las den Brief noch einmal sorgfältig durch. Er war völlig überrumpelt und erstaunt, aber natürlich auch glücklich. Am nächsten Morgen in aller Frühe ritt er auf seinem Esel los, um Valens zurückzuholen. Es waren anstrengende Tage, und es war furchtbar warm. Nach einigen Tagen hatte er Valens und seine Kumpels eingeholt und konnte so Valens die tolle und doch beängstigende Nachricht überbringen. Valens war überglücklich und sehnte sich schon nach Julia. Ohne auch eine Sekunde zu zögern, packte er seine Sachen und verschwand mit Mucapora, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Sie ritten Tag und Nacht auf direktem Weg nach Rom. Nur selten machten sie Pausen, meistens dann, wenn die Tiere etwas trinken mussten und eine Pause brauchten. 

In Rom angekommen trafen Valens und Mucapora auf Terentius und Julia. Terentius, der nun die ganze Geschichte kannte, verstand, dass Julia und Valens füreinander bestimmt waren. Ausserdem hatte er gerade seinen verlorenen Sohn wiedergefunden.  Valens, der nun seinen leiblichen Vater vor sich hatte, sprach sich mit ihm aus und auf Anhieb mochten sich die beiden gegenseitig. 

Valens war überglücklich, denn er hatte erfahren, wer seine leiblichen Eltern waren, und alle stimmten der Heirat von Valens und Julia zu. Valens und Julia kehrten mit Mucapora nach Augusta Raurica zurück, um allen die Neuigkeiten zu berichten. Sie bekamen eine Kutsche von Terentius für die Heimreise. 

In Augusta Raurica angekommen wurden sie von vielen bekannten Gesichtern willkommen geheissen und es gab ein grosses Essen. Die Hochzeit wurde geplant und schon einige Wochen später fand sie dann statt. Alle wurden eingeladen, wichtige Leute aus Rom, Terentius, Julias Familie, Valens‘ Familie. Sogar alte Bekannte reisten extra an. Die Hochzeit war ein riesen Erfolg und so lebten Valens und Julia bis an ihr Lebensende glücklich miteinander. 

 

Ylenia Lussi